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Sammy, 24. Mai 1990 - 19. Januar 2006

Mein kleiner Schatz, mein Träumerle ...
Mein
kleines Träumerle ... nun ist es heute eine Woche und einen
halben Tag her, dass Du sanft und still in meinen Armen
eingeschlafen bist.
Eine Woche und ein halber Tag ... und ich kann es nicht fassen, es
scheint mir, als wäre es erst gestern gewesen, denn ich befinde
mich noch immer in einem Vakuum, das mich einfach zeitlos vom Gefühl her macht.
Am
24. Mai (an
diesem Tag seid Ihr geboren) wären
es sechzehn Jahre die wir zusammen sind, Du und Deine Schwester Püppi
und wir, Mama und Papa.

Glückliche
Tage
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Hier
kuschelt Ihr mit Penny, Eurer Mama, sie hat Euch so
wundervoll behütet |

Alles
habt Ihr erkundet und für Euch erobert |

Euer
erster Ausflug auf den Balkon und Mama passt auf |
Ich
weiß, dass manche Menschen es lächerlich finden, wenn sie sich
Mama und Papa nennen für Euch - doch wir sind es und
werden es immer sein, denn unsere Bindung ist so innig und fest und
so intensiv, wie es nicht anders zu eigenen Menschenkindern
sein
kann.
Und
wir schämen uns dessen nicht, nein - im Gegenteil, wir sind erfüllt von Stolz,
denn wer dieses Gefühl,
diese Liebe und ehrliche Vertrautheit die
von Euch ausgeht nicht kennt, hat Wertvolles verpasst
und wird diese Welt arm
verlassen.

Damals
habt Ihr beiden gern miteinander gerauft |

Wie
man am Wasserhahn trinkt hat Euch Mama auch beigebracht,
Du hast es immer so geliebt |

Alles
war so aufregend und interessant ... |
Ihr
liebt uns wie wir sind - egal was auch ist, Ihr habt immer offene
Augen, offene Ohren und ein offenes Herz für uns
und seid immer da, ganz besonders wenn wir uns selber nicht gut fühlen.

Und
bist Du auch jetzt nicht hier in meinen Armen, so fühle ich Dich
doch in meinem Herzen, meinen Gedanken und in jeder Faser.
Ja
- wir, die wir Euch lieben haben die Tränen gewählt, die
mir auch jetzt wieder in der Kehle stecken, denn es ist leider so,
dass
meist Ihr voran geht ins Land der Träume, ins Land des
Regenbogens. Und doch ist es vielleicht besser so, denn nichts könnte
ich
schlimmer ertragen als Euch verlassen zu müssen, Euch meinen
Schutz nicht mehr geben zu können.
Es
tut weh - es tut sehr weh mein kleiner Numinu ... wie sehr habe
ich mir gewünscht, dass wir Dir helfen können, doch ich hätte
es
nicht ertragen können Dich leiden zu sehen. Nein - das wollte
ich nicht. Du solltest in Liebe und Frieden einschlafen dürfen,
ohne
Ängste, ohne Furcht und Schmerz.
Du
hast so vielen anderen Fellchen geholfen, sie liebevoll umsorgt,
ihnen Liebe, Wärme und Zuwendung geschenkt ... Du warst ein
so
wundervoller Katzenpapa, nie hast Du Dich in den Vordergrund
gestellt, hast Dich immer hinten an gestellt und alle vor
gelassen.
Hast mit ihnen gerauft, gespielt und sie liebevoll in
Deine Ärmchen genommen, wenn sie sich an Dich kuschelten.
Du
fehlst mir so sehr mein kleiner Tumpimann ... und in meinem Herzen
ist eine große Wunde die schmerzt.

In
diesem Schmerz bekam ich von einer Freundin, die nicht wusste,
dass ich um Dich trauere, eine Geschichte zugeschickt.
Diese Geschichte hat meine Seele berührt und meinen Schmerz ein
wenig besänftigt
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Die
kleine Hoffnung
Es
war einmal eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg
entlang lief. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang
war leicht und ihr Lächeln war wie frischer Glanz eines
unbekümmerten Mädchens.
Bei
einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah
hinunter. Aber sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen,
das da im Staub des Weges saß, wirkte fast körperlos. Es
erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen
Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und
fragte: „Wer bist du?“
Zwei
fast leblose Augen blickten müde auf.
„Ich?
Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend
und so, dass sie kaum zu hören war.
„Ach
die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut, als
würde sie eine Bekannte begrüßen. „Du kennst mich?“
fragte die Traurigkeit misstrauisch. „ Natürlich kenne
ich dich! Immer wieder hast du mich auf ein Stückchen
meines Weges begleitet.“
„
Ja, aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum
flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du keine Angst?“
„Warum
sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt
doch sicher zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst.
Aber was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos
aus?“
„Ich…
ich bin traurig“, antwortet die graue Gestalt mit
brüchiger Stimme.
Die
kleine, alte Frau setzt sich zu ihr. „Traurig bist du
also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem
Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“
Die
Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr dieses Mal wirklich
jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon
gewünscht. „Ach, weißt du“, begann sie zögernd und
äußerst verwundert, „es ist so, dass mich einfach
niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung unter die
Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu
verweilen. Wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.
Sie fürchten mich und meiden mich, wie die Pest.“ Die
Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze
erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen:
Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches
Lachen bringt sie zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie
sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie
Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen.
Und sie spüren das Reißen in ihren Schultern und im
Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die
aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder sie
betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich
nicht fühlen müssen.“
„Oh
ja“, bestätigt die alte Frau, „solche Menschen sind
mir schon sehr oft begegnet.“
Die
Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
„Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn
ich ganz nah bei ihnen bin, sollen sie sich selbst
begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre
Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne
Haut. Manches leid bricht eine schlecht verheilte Wunde
und das tut sehr weh. Aber nur, wer das zulässt und all
die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich
heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen
dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles
Lachen über ihre Narben der Seele und sie legen sich
einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“
Die
Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker,
bis schließlich ganz verzweifelt.
Die
kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend
in die Arme. Wie weich und wie sanft sie sich anfühlt,
dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
„Weine
nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich
aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von
nun an nicht mehr allein sein. Ich werde dich begleiten,
damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Stärke
gewinnt.“
Die
Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf
und betrachtete ihre neue Gefährtin.
„Aber…
aber wer bist du eigentlich?“
„Ich?“
sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd und lächelte sie
an, so unbekümmert, wie ein kleines Mädchen.
„Ich
bin die Hoffnung!“
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Ja
es stimmt, die Traurigkeit ist eine zarte, zerbrechliche Gestalt
und sie hat es verdient hat von uns gehört
und empfunden zu
werden.
Sie macht uns keine Angst, sie zeigt uns das, was wir tief in
unseren Herzen tragen
... Liebe ... Zärtlichkeit und Wärme .... und die Erinnerung ...
und sie sagt uns, dass wir diese gut behüten sollen,
sie sind
unsere wertvollsten Schätze.
Mein
kleines Herz - Ich danke Dir für all die wunderschöne Zeit, all
die Jahre, die wir zusammen sein durften.
Wir werden uns wiedersehen mein Liebling, denn ich weiß, dass es
das Land in dem Du jetzt bist gibt.
Meine Gedanken, meine Liebe und mein Herz sind bei Dir und Du
leuchtest in meiner Seele so hell und sanft
wie der kleine Stern , der Sonnenstrahl und Lichtblick der Du schon immer für
mich warst.
Mein
Träumerle ... Du fehlst mir so - doch es ist Zeit los zu lassen,
damit Deine kleine Seele frei sein kann.
Es ist nur für eine bestimmte Zeit, es ist nicht für immer ...
dann wirst Du mich und Deinen Papa mit all den anderen
erwarten und uns helfen über die Brücke zu gehen und dann werden
wir alle für alle Zeit zusammen sein,
nichts wird uns dann mehr trennen können.
Gute
Nacht Sammy mein Träumerle ...
  
Mama, Papa, Püppi, Mioh, Tommy, Georgie, Vicky, Benji und
Nuckelchen Naomi,
Tante Silvi, Marc, der dicke Sammy, Gina und Kimmi
Wir lieben Dich ...
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© Sternenfellchen
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