"Marica" 10.06.2003-01.03.2006

Unsere
kleine Maus, wie wir dich immer zärtlich genannt haben…
du reißt eine Lücke in unsere Familie, die sich kaum wieder schließen lässt.
Du hast gerade angefangen, auf den Menschen zu zugehen, dich zu öffnen,
dir in dein Herz schauen
zu lassen. Wie haben wir uns darüber gefreut.
Sicher, du hast dich noch nicht gern auf den Arm nehmen lassen, aber kommt
Zeit, kommt Tat.
Wir haben dir diese Zeit gelassen.
Du hast
gern viel geschlafen, dich an unseren Tiger gekuschelt und geträumt… du
warst stets die
Erste wenn es ums Leckerli erhaschen ging *ggg* hast sogar die anderen noch in die Flucht geboxt
*lächel* hast ihnen
einfach deinen Kopf in die Seite gestoßen und schon gingen sie beiseite.

Du hast
gefuttert wie ein Scheunendrescher…. Und es hat uns überfallen ohne
Handlungsspielraum…. Du wurdest auf einmal immer dünner…
wir tippten auf einen Wurm und du wurdest auch daraufhin behandelt…
aber
trotz allem nahmst du weiter ab.

Es tat weh
dich so zu sehen. Am Tag wo dann deine Freundin Naddy an den Zähnen
operiert wurde, nahmen wir dich kurzerhand mit zu Dr. Brammer. Der sagte gleich, machen wir
Nägel mit Köpfen, nehmen wir
Blut ab und schicken es ein, mal sehen was bei rum kommt.
Du bekamst eine leichte Narkose, weil du dich so gar nicht anfassen lassen
wolltest.
Ich tippe mal drauf, es tat dir weh.
Er rief uns dann an und teilte uns seine Untersuchungsergebnisse mit und
sagte uns auch
klipp und klar, dass da in dem Stadium nichts mehr zu machen sei. Du hattest noch eine
Lebenserwartung von ca. 3 – 6
Monaten, mit Tabletten und Spritzen und keiner hätte gewusst,
was es Dir wirklich noch bringt.
Wir sind
sicher, dass Du verstehst, dass wir dich unter dieser Voraussicht haben
gehen gelassen.
Wie gern wären wir vor Ort gewesen und hätten dich im Arm gehalten, aber wir wollten dich auch
nicht erst wieder
wach werden lassen, weil du hättest warten müssen, bis wir wieder bei dir waren
um dir dann erneut den Stress zu machen, eine Spritze spüren
zu müssen. Wir haben in dem Moment
so fest an dich gedacht und sind
sicher, dass Du unsere Gedanken gespürt hast.
Wir wissen
nicht warum, aber der liebe Gott wird schon wissen, warum er sein
Sternchen Marica
schon so früh bei sich haben wollte.
Wir haben dich sehr schweren Herzens gehen lassen, denn wir wollten dich
keinen weiteren Qualen
aussetzen. Zumal man nicht sagen kann, wie lange du das schon mit dir herum getragen hast.
Nun bist
du bei Buffy und Snuggy auf der Rainbowbridge und kannst ausgelassen und
ohne
Schmerzen mit ihnen spielen und toben und wir werden uns eines Tages dort wieder sehen. Darauf
freuen wir uns schon
heute. Wir vermissen dich so sehr, es tut so weh…
In ewiger Liebe
Deine Mama, Papa, Marco, Nadja, Miguèl, Tiger und Hexe
01.03.2006
Mir laufen schon
wieder die Tränen und ich drücke dich im stillen.
  
Kleine
Marica ....
Meine
kleine Chakira (diesen Namen hast Du damals von mir erhalten, als ich Dich
in unserem
Heim kennen lernte.
Bis Du von Deiner Menschenmama den schönen Namen "Marica"
erhalten hattest).
Ich weiß noch wie vorsichtig und zurückhaltend Du uns Menschen
gegenüber warst, immer auf der
Hut.
Wir wußten ja nicht, was Du in Deinem Leben bevor Du zu uns kamst hast
erleben müssen und
wir
verstanden und ließen Dich gewähren, so wie Du uns entgegen kommen
wolltest war es in Ordnung.
Und Du wolltest, das zeigtest Du uns immer wieder, es fehlte nur das
kleine Stückchen noch dazu, damit
Du wirklich Vertrauen finden konntest.

Du hast
Dir soviel Mühe gegeben, Dich selber dazu zu bringen und Du hast es auch
immer wieder ein
Stück
weit geschafft und wir durften es miterleben.
Deine Mama und ich haben
soviel über Dich gesprochen, geschrieben und erzählt und sie konnte es
kaum
erwarten, Dich endlich, endlich selber sehen zu dürfen, zu wissen, dass
sie nun für Dich da sein
durfte.
Es war
eine Qual für sie, bis es endlich soweit war ... Sie war so glücklich,
ihr Herz voller Liebe
und
Geduld ... und Du hast es gewusst - Du musst es gewusst haben ... denn nur
nach kurzer
Zeit
bei ihr Zuhause hast Du Deine kleine Seele entfaltet und landen lassen.
Wir
waren alle so glücklich darüber.
Das
diese Zeit des Glücks von nur zu kurzer Dauern war - das hat uns alle
mehr als betroffen.
Ich hab Dir doch so von Herzen ein langes, glückliches Leben gewünscht.
Nun durftet Ihr gemeinsam
dieses Glück nur eine kurze Weile erleben.
Doch dieses Glück ist mit Dir gegangen und es wird immer
in den Herzen
Deiner Familie weiterleben ...
Mein
kleines Sternenfellchen
auch mir ist das Herz schwer und Tränen wollen sich in Kehle und Augen
drängen. Denn auch ich
werde die Zeit mit Dir immer in mir tragen.
Nie werde ich vergessen, wie Du Dich vorsichtig, wenn Du mich schlafend
wähntest, an mich
gekuschelt hast, um Wärme und Nähe zu spüren und wie Du uns immer betrachtet hast, wenn wir
in Deiner Nähe
waren oder Du in unserer. In Deinen Augen konnte ich lesen, dass Du so gern mehr
hättest Dich trauen wollen und dass zwei kleine
Seelen in Dir kämpften, dabei.

Du hast es geschafft, kleiner Schatz, Du hast alles geschafft.
Du
wirst niemals vergessen sein, denn soviel Liebe kann nicht sterben.
Deine
Dagmar
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